Modalfaser

Modalfasern (Kurzzeichen: CMD)[40][41] sind strukturmodifizierte Viskosefasern mit einem höheren Polymerisationsgrad (über 400 bis 700) als die normale Viskosefaser. Die Modifizierung erfolgt durch veränderte Spinnbedingungen, veränderte Fällbäder und Zugabe von Spinnhilfsmitteln. Die Dehnung von Modalfasern muss bei einer Zugbelastung von 22,5 cN/tex im nassen Zustand unter 15 % bleiben, was von normalen und auch zahlreichen hochfesten Viskosefasern nicht erreicht wird.[42] Anders als andere Regeneratfasern wird der für die Herstellung verwendete Zellstoff hauptsächlich aus Buchenholz gewonnen.[43][44][45] Modalfasern wurden als PN-Typen (Polynosic) bzw. als HWM-Typen (High Wet Modulus) entwickelt.[46][47] Diese ähneln besonders der Baumwolle, im Gegensatz zu Normalviskosefasern, die geringere Haltbarkeit und höheres Schrumpfverhalten aufweisen.[48] Modalfasern geben damit Bekleidungs- und Heimtextilien, auch im nassen Zustand, eine hohe Dimensionsstabilität.[49] Während die HWM-Typen eine höhere Bruchdehnung und Querfestigkeit besitzen, sind Polynosic-Fasern alkalibeständiger, was ihre Merzerisation gemeinsam mit Baumwolle ermöglicht. Modalfasern weisen außerdem gegenüber Normalviskosefasern höhere Schlingen- und Scheuerfestigkeit auf. Polynosic-Fasern werden heute hauptsächlich in China, HWM-Typen meist in Europa produziert.[50]


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